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	<title>Olaf Egner - e-commerce consulting, online marketing concepts &#38; e-business cases</title>
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	<pubDate>Mon, 28 Dec 2009 22:03:07 +0000</pubDate>
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		<title>Internationale Finanzbeziehungen</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Sep 2008 18:56:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Beobachtung: In der Schweiz, da steht eine Bank neben der anderen. Die elegantesten, modernsten, ältesten und vornehmsten Gebäude der Stadt haben Schilder wie CA, Credit Suisse, Raiffeisen, UBS oder Julius Bär vorne dran. 
In St. Gallen Stadt hat die Raiffeisen gar den Raum zwischen seinen zwei Gebäuden zu einem roten Wohnzimmer eingerichtet, mit Lampenballons und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Beobachtung: In der Schweiz, da steht eine Bank neben der anderen. Die elegantesten, modernsten, ältesten und vornehmsten Gebäude der Stadt haben Schilder wie CA, Credit Suisse, Raiffeisen, UBS oder Julius Bär vorne dran. </p>
<p>In St. Gallen Stadt hat die Raiffeisen gar den Raum zwischen seinen zwei Gebäuden zu einem roten Wohnzimmer eingerichtet, mit Lampenballons und Parkverbotsschilderständern aus Chrom. Allein die Kantonalbank steht etwas verloren in seinem 70er Karstadtgebäude herum. Seit dieser Woche triumphiert sie natürlich über die Kassierangestellten nebenan. </p>
<p>So eröffne ich Immigrant morgens ein Namenkonto bei der Raiffeisen, um es nachmittags wieder löschen zu lassen, gehe dann zur UBS und werde darüber beraten, dass im Monatspreis eine beliebige Anzahl von Konten inbegriffen sind. Man könnte, so die leicht gestresste Beraterin, z.B. zwei getrennte Konten für den ganz persönlichen Zahlungsverkehr anlegen, wegen laufenden Vollerotikabos, eintreffenden Amazonrechnungen über Heilwissen- und Farbtherapieliteratur, unbegründbare Überweisungen an Personen, zahlenmäßig zu hohe und zu viele Abbuchungen für Handtaschen und Stiefel oder peinliche Gehaltssenkungen. </p>
<p>Und dann zusätzlich ein gemeinsames Haushaltskonto anlegen, wo beide reinschauen dürfen. Oder einfach alles differenziert: ein Konto für Strafzettel, eins für Kommunikationskosten, eins für die obligatorische und die Zusatzversicherungen, eins für Alkoholika, Susch und illegale Drogen usw.</p>
<p>Mein Interesse ging aber in eine andere Richtung, da mir meine deutsche Sparkasse eröffnet hat, dass Geldanweisungen an eine ausländische Bank nur bei persönlichem Erscheinen in der eigenen Filiale in Hamburg oder per Überweisungsträger und Post mit persönlicher Unterschrift möglich sind. Da trifft schwermütiges Sparbuchwesen auf digitales Banking, aber es hat natürlich auch einen Hauch Romantik, so ein handgeschriebener Brief an die schöne Brünette aus dem 1. Stock in Filiale 1205: Bitte um Überweisung auf mein Namenkonto in die Schweiz.</p>
<p>Aber wahrscheinlich arbeitet sie längst bei der Hypo Real Estate, also tschüss Raiffeisen und seinen überaus hilfreichen, aber natürlich viel zu konservativen Anlageberatern und hin zur geschmähten UBS, die natürlich längst zur Single Europa Payments Area gehört, damit die Männer in den dunklen Anzügen ihr Geld so schnell wie ein Ping hin und herschicken können. Kann ich aber jetzt dann auch, allerdings mit einem digitalen Delay von 3 Tagen (Hamburg->Singapur+3%->Japan+4%->Taiwan+7%->London-25%->St Gallen). Die nahe Zukunft wird zeigen, ob die Kantonalbank demnächst in ihr Gebäude umzieht.</p>
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		<title>Und, habt ihr schon alles gepackt?</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Sep 2008 21:53:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Unser Auto ist ein Lastwagen. Das maximal aus dem Land zu rollende Gewicht wird bestimmt in der Summe aus Eigengewicht des Autos, den mitfahrenden Personen und der Zuladung.
Marcus hat gesagt, das wir an der Grenze gewogen werden und auspacken müssen, da bedarf es einer gewissen Genauigkeit, um mich zu beruhigen. 
Aber wahrscheinlich war es nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unser Auto ist ein Lastwagen. Das maximal aus dem Land zu rollende Gewicht wird bestimmt in der Summe aus Eigengewicht des Autos, den mitfahrenden Personen und der Zuladung.<br />
Marcus hat gesagt, das wir an der Grenze gewogen werden und auspacken müssen, da bedarf es einer gewissen Genauigkeit, um mich zu beruhigen. </p>
<p>Aber wahrscheinlich war es nur sein spezifischer Humor, der dazu führte, dass ich im Motorraum nach dem Metallschild gesucht habe, welches die max. Achsbelastung vorne und hinten, oben drauf, hinten rein und angehängt ausweist. </p>
<p>Da denke ich mir meinen Vater, der nach vollendeter Urlaubsbeladung (natürlich am Abend vorher) seinen Audi 100 Variant immer zweimal am Fließheck nach unten gedrückt hat. Bei leichtem Auf- und Abschwingen der Karosserie: alles OK, Kinder und Ehefrau rein und los. </p>
<p>Prüfung der Alternativen: Umzugskartons mit Inhalt auf Haushaltswaage so balancieren, dass die Anzeige lesbar bleibt oder Karton leer wiegen, dann die Gewichte der zu enthaltenen Dinge einzeln auf Excel-Tabelle vermerken und Summen bilden oder Auffinden einer Personenkraftwagenwaage im Raum Hamburg.</p>
<p>Feststellung, dass der Berg auf unserem 2*2m Bett in zwei Stunden auf dem Weg in die Alpen sein sollte und Mareike nicht bereit ist, auf die Bettdecken und ich nicht bereit bin, auf einen meiner Aktenordner zu verzichten. </p>
<p>Folge, unser Auto (V70 Cross Country mit All Wheel Drive, extra harter Federung und 195 PS) darf ein Lastkraftemigrationsfahrzeug sein, in den genau all das passt was ein modernes Ehepaar ständig benötigt:</p>
<p>1 iMac Intel CoreDuo 2GHz<br />
1 MacBookPro Intel CoreDuo<br />
1 Powerbook G4<br />
1 Nokia 9300i<br />
1 Navigon 2110 max<br />
1 iPod shuffle silber<br />
1 iPod shuffle grün<br />
1 iPod 30GB<br />
1 Canon DSC-W50 inkl. Ladegerät, Speicherkarten und Ersatzakku<br />
1 Kodak EasyShare P880 inkl. Ladegerät, Speicherkarten und Ersatzakku<br />
1 Firewire-und Ethernetkabel<br />
2 USB auf USB mini Kabel<br />
1 iPod Dock mit Fernbedienung und Cinch-Anschluss für Fernseher<br />
1 9er Steckerleiste mit Adapter Schweiz<br />
5 Kleidersäcke<br />
1 große Plastikkiste mit Schuhen<br />
1 Tüte atmungsaktive Winterjacken, Mützen, Handschuhe, Schals, Funktionswäsche<br />
1 Tüte Bettwäsche, -decken, Kopfkissen, Handtücher<br />
1 Kiste Kabel, Adapter und Docks<br />
3 Kartons Aktenordner<br />
1 Karton Büromaterial<br />
1 Reisetasche Kleidung<br />
1 Koffer mehr Kleidung<br />
1 Klappkiste mit Spaghetti, Mehl, Rotwein (Petes Crianza, handunterschrieben), Oregano, Dosentomaten</p>
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		<title>Mit dem Kunden am Online Konzept arbeiten: die visuelle Plattform</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Aug 2008 19:38:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[concepts]]></category>

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		<description><![CDATA[Damit mündliche Verabredungen, Gedankenskizzen, die Übermittlung von Korrekturen und Feedbacks überhaupt in der notwendigen Geschwindigkeit in ein Projektkonzept übertragen werden können, sollte von Beginn an eine visuelle Basis geschaffen werden, um auch den weniger erfahrenen oder gänzlich fachfremden Personen Verständnis und Bewertung zu ermöglichen. 
Ein schriftliches Konzept kann dies nur eingeschränkt leisten und weckt oft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Damit mündliche Verabredungen, Gedankenskizzen, die Übermittlung von Korrekturen und Feedbacks überhaupt in der notwendigen Geschwindigkeit in ein Projektkonzept übertragen werden können, sollte von Beginn an eine visuelle Basis geschaffen werden, um auch den weniger erfahrenen oder gänzlich fachfremden Personen Verständnis und Bewertung zu ermöglichen. </p>
<p>Ein schriftliches Konzept kann dies nur eingeschränkt leisten und weckt oft falsche Erwartungen, die sich später in einem Entwurf als trügerische Hoffnung hinsichtlich Wirkungen und Brauchbarkeit heraus stellen. <span id="more-5"></span>Eine zu früh gestartete Entwurfsphase hingegen kann leicht mit Geradlinigkeit überzeugen. Erfolgt nämlich erst danach die Bestimmung der genauen Inhaltsarten und Mengen, der notwendigen Klickelemente und Eingabefelder, muss auch erst später der notwendige Platz auf der &#8220;Schalttafel&#8221;, dem Interface der Website gefunden werden. Dann wirkt der Entwurf schnell voll und kompliziert und gerät in die Sackgasse.</p>
<p>Die Vorstellung und Ausgestaltung einer interaktiv benutzbaren Webseite erfordert zu Beginn eine hohe Abstraktionsfähigkeit, da ja alles neu gedacht werden soll und das &#8220;Alles&#8221; eben nicht selten noch gar nicht bestimmt ist. Aus diesem Grund sollten die für die Projektdauer zu nutzenden Medienformate und die Art der Visualisierung in der Planungsphase einer Website genau mit Auftraggebern abgestimmt und den Projektteilnehmern ausführlich vorgestellt werden.</p>
<p>Alle Projektbeteiligten sollen mit dem Konzept drei Aktionen jederzeit und ohne Einschränkung durchführen können:</p>
<p>* Austauschen<br />
* Anschauen<br />
* Kommentieren</p>
<p>Nur der Autor, der Online Konzeptioner soll dieses Konzept aufgrund der mündlichen und schriftlichen Anforderungen erstellen und verändern können. Die Einhaltung dieser Regel sollte von allen Projektteilnehmern abverlangt werden, während der gesamten Projektdauer. Sie ergibt sich aus der Komplexität des kreativen Entwicklungs- und Veränderungsprozesses. Wollen Kunde und Agentur das Idealziel erreichen - die Innovation - sollten alle Rollen der Beteiligten ihre kreativen Kräfte darauf verwenden, ihre Ziele für das Projekt in ihrer eigenen Sprache zu formulieren.<br />
In dem die Annäherung an die Vorgaben in vielen aufeinanderfolgenden Versionen des Konzepts voran getrieben wird, können Ideen Stück für Stück in Gestaltung, Inhalt und Funktion transformiert und damit zur Reife gebracht werden. </p>
<p>Ein jeweils wechselseitiges Überarbeiten oder das Vorlegen eigener, alternativer Konzeptentwürfe durch Projektteilnehmer bedroht dagegen das erhoffte Ergebnis. Die chronologische Versionierung ist dann nicht mehr haltbar, noch schwerer wiegt aber der mögliche Verlust von Informationen und Erkenntnissen, die im Konzeptstand bis dato enthalten waren. </p>
<p>&#8220;Das Online Konzept soll die Anwendung modellieren, die Argumente, die zu ihm geführt haben, werden dort nicht mehr aufgeführt. &#8221;</p>
<p>Jede Fassung des Konzepts ist eine Abbildung von Annahmen, Bedingungen und Regeln anhand der der Anwender durch eine Website geführt wird. Die Abwandlung einer Bedingung könnte andere Regeln verletzen, verlangt daher vom Ändernden die Überprüfung der Zusammenhänge auf Grundlage der gesetzten Ziele, der postulierten Annahmen, der Abstimmungen, Entscheidungen und Hintergründe, notfalls jeder relevanten Information, die in das Konzept eingeflossen war und dort transformiert wurde. </p>
<p>Ein Projektteilnehmer sollte sich auf seine Ziele und die Durchsetzung dieser konzentrieren, er kann und soll nicht alle Informationen präsent halten, die zu dieser oder jener Entscheidung geführt haben. Eigene Überarbeitungen des Konzepts werden so aber unweigerlich zum Verdecken oder Revidieren von Ergebnissen führen, die die Folge abstrakter Überlegungen und Entscheidungen außerhalb seiner Kenntnis waren.</p>
<p>Um die Zeit des Projektteilnehmers sinnvoll und kraftsparend einzusetzen, ist es daher wichtig, dass der Online Konzeptioner die Verantwortung für das Sammeln aller mündlichen Ergebnisse, Annahmen und Bedingungen trägt, die im Verlauf der Konzepterstellung postuliert werden und diese anhand von Protokollen und Skizzen von den übrigen Projektteilnehmer prüfen lässt, um sie dann in Versionen seines Konzeptes zu visualisieren. Die Projektteilnehmer korrigieren diese, indem sie ihre Ziele als nicht vollständig erreicht reklamieren, durch Ankreuzen und Streichen, durch Kommentieren, durch ausführende Beschreibung der Hintergründe und Zusammenhänge.</p>
<p><small>(Aus: Online Konzepte - Baupläne ohne Technik und Design, Olaf Egner (c)2007)</small></p>
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		</item>
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		<title>Das Leiden an der Iteration - die Kunst der Abstimmung im Marketing</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Aug 2008 19:30:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[concepts]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine der schwierigeren Aufgaben beim Planen von Website-Strukturen stellt die Arbeitsteilung zwischen Konzeptioner und Marketing Manager dar. Was selten offen ausgesprochen wird, aber dauernd vorkommt, ist die Situation, dass dem Marketing Manager seine eigentliche Verantwortlichkeit und Aufgabe in der Zusammenarbeit mit dem Konzeptioner unklar sind.
Im Unterschied zu den Zielen einer Produktkommunikation, die sie oder er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine der schwierigeren Aufgaben beim Planen von Website-Strukturen stellt die Arbeitsteilung zwischen Konzeptioner und Marketing Manager dar. Was selten offen ausgesprochen wird, aber dauernd vorkommt, ist die Situation, dass dem Marketing Manager seine eigentliche Verantwortlichkeit und Aufgabe in der Zusammenarbeit mit dem Konzeptioner unklar sind.</p>
<p>Im Unterschied zu den Zielen einer Produktkommunikation, die sie oder er in der Regel mündlich überzeugend formulieren kann, zerfällt diese Konkretheit bei der Planung von Interaktivität und Informationsarchitektur oft in diffuse Lösungsansätze. </p>
<p>Dazu tragen die Dokumente der Visualisierung ebenso bei, wie das bei der Besprechung selten bewusst gemachte Springen zwischen verschiedenen Verfahren zur Problemlösung. <span id="more-7"></span> Naturgemäß wird sich bei hohem Zeitdruck  allein auf die Problemstelle konzentriert und nach einer sofortigen Lösung gesucht - ein Fehler, denn ohne Überprüfung des Gesamtkonzepts ist diese nicht davor gefeit außerhalb der Stelle neue Probleme zu erzeugen. </p>
<p>Es werden Änderungen geraten und in wieder kehrenden Schleifen müssen die daraus resultierenden, neuen Probleme in den Griff bekommen werden: Die Besprechung zwischen Manager und Konzepter gerät in einen Konflikt.</p>
<p>Fast gesetzmäßig versucht dabei der Konzeptioner das Problem auf dem Feld des Marketings zu lösen, während der Manager meint, die Lösung im Ein- und Umbau von Funktionen finden zu müssen. Dieses meist unbewusste Handeln kann zu großer Kreativität in der Entwicklung von Informationsarchitekturen führen - in abhängigen Geschäftsverhältnissen, wie sie zwischen Kunde und Dienstleister bestehen, führt es in der Regel zu Handlungsanweisungen und zu unbefriedigenden Ergebnissen.</p>
<p>Wie gewöhnlich im Gegensatz zu den Mythen kreativer Prozesse kann hier einzig Methodik und Disziplin den Erfolg ermöglichen. Es benötigt Methodik, um die Problemstellung zu besprechen, denn man darf in der Argumentation zunächst überhaupt nicht auf das Fachgebiet des anderen ausweichen. Dazu neigen wir aber die ganze Zeit, denn das fachlich Entfernte scheint einfach (wir kennen ja keine Details), mit wenig Regeln ausgestattet (was kann daran so schwierig sein?) und daher viel leichter änderbar, als das mit größten Schwierigkeiten errungene und höchst fragile Ergebnis der eigenen Arbeit. </p>
<p>Der Marketing Manager muss sich also auf die Formulierung der Ziele und Wünsche für die Darstellung und den Verkauf seiner Produkte beschränken, während der Online Konzeptioner die Argumente in Abläufen, Positionierungen und visuellen Gewichtungen von Informationen auf der Website finden muss. Erst wenn ein Team eingespielt ist und sich Wissen aus dem Fachbereich des anderen angeeignet hat, können sich die Spezialisten mit Erfolg auf die Spielfelder der anderen begeben. </p>
<p>Desweiteren ist Disziplin vonnöten, denn es darf sich in einer Abstimmung niemals vorschnell für eine Lösung entschieden werden, so sehr sie auch auf der Hand liegen mag. Nur wenn auf dieses Verfahren gepocht wird, kann es der Konzeptioner vermeiden, anschließend dumm dazustehen. Wird in der selben Abstimmung eine Lösung vereinbart, dann wird normalerweise auch kein Folgetreffen mehr vereinbart, sondern die direkte Umsetzung erwartet - die Enttäuschung ist vorprogrammiert, wenn später dann Fehler und Regelverletzungen entdeckt werden, die vermeintliche Lösung verworfen werden muss, das Meeting rückwirkend als vergeudete Zeit erscheint. </p>
<p>Viel schwerer wiegt aber, dass damit die Chance vertan wird, die Iteration durch ein einfaches Verfahren zu beenden. Wird keine Lösung sondern ein erneutes Treffen zum Review vereinbart, kann der Online Konzeptioner im Nachhinein ohne Zeitdruck und mit größter Sorgfalt mögliche Lösungen auf früher postulierte Regeln und Abhängigkeiten hin prüfen und daraus ein Set von Empfehlungen zur Entscheidung entwickeln. </p>
<p>Auf diese Weise muss die kommende Abstimmung eigentlich ein Erfolg werden: Aus der Problemstellung hat der Konzeptioner mehrere Empfehlungen entwickelt, aus denen der Marketing Manager die seinen Zielen am ehesten entsprechende herausgreifen kann. Im Normalfall ist die Iteration damit beendet und die Umsetzung kann starten. Manchmal müssen beide aber erkennen, dass eine zufriedenstellende Lösung unmöglich ist und alle Beteiligten mitunter einen ganzen Schritt zurück gehen müssen, um die Gründe aufzulösen, die zu diesem Dilemma führten. </p>
<p>Desto mehr Anforderer und Konzeptioner sich dabei auf Augenhöhe begegnen können, desto besser wird das Ergebnis werden.</p>
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